Atmen, Fehler machen und feed-forwarden

Eins vorweg – ich kann nicht schreiben! Aber für die freedom manufaktur zu werkeln, heißt nicht, frei von Herausforderungen zu sein. Keineswegs. Und so stand ich bei „whoosh die show“ zum ersten Mal in meinem Leben auf der Bühne. Nicht einmal im Schultheater gab es das – denn da war ich nicht dabei. Vielleicht im Chor, aber auch da nie als Solist…

Man war ich aufgeregt! Zum Glück habe ich ein tolles Team von Kollegen. Mein lieber Freund Stephan half mir dabei – meine Inspirationsquelle der besonderen Art. Und irgendwie ging es dann auch: Ideen sprudelten – hingen förmlich im Raum und mussten nur noch eingefangen werden.

Viel Zeit für die Vorbereitung blieb uns nicht. Als dann, so eine Woche vor der Show, unser „Drehbuch“ endlich stand, war ich enorm erleichtert. Doch – Schock lass nach – plötzlich hieß es, es kommen Gäste. „Oh Gott! Welcher Verrückte ist denn bitte auf das schmale Brett gekommen, gleich bei der ersten Show Gäste und potentielle Kunden einzuladen??? Wollen wir Kunden gewinnen oder verstören?“, frage ich mich empört, halblaut vor mich her schimpfend. Klar, unsere „Sofaschubser“ waren es. Ein paar Tage blieben mir noch, mich an den Gedanken zu gewöhnen.

Am Tag vor der Show war unser Produkt vorführ tauglich. Zwei Durchläufe in der Generalprobe waren absolviert. Unser Team – unsere prioBuzzer-Zelle – stand ganz unten auf dem Showprogramm. Ich war ganz schön stolz, weil ich das Gefühl hatte, wir sind das Highlight der Show. Die Stimmung war super, weil besonders das Marketingteam vor uns für Lockerheit gesorgt hatte. Wir haben Activity gespielt – Team Blau gegen Team Dragon. Die Gäste waren mit Vollgas dabei. Unfassbar! Wovor hatte ich Angst? Dann hieß es: „Bühne frei …“.

Ok, noch einmal atmen und los. Es läuft gut. Meine kleinen Patzer scheint bisher niemand zu bemerken. Doch dann stehe ich vor meinem Kollegen Stephan und für eine Sekunde ist mein Gehirn blockiert. Mir fällt sein Name nicht ein. Eine Kunstpause entsteht. Etwas Merkwürdiges passiert mit mir. Die Sekunden werden zu Ewigkeiten und obwohl mir der Name auf der Zunge liegt, will ich ihn nicht aussprechen. Die Zuschauer sind gebannt. Ohne nachzudenken, zögere ich den Moment hinaus. Es fühlt sich ein bisschen wie bockig sein an. Schließlich spreche ich den Namen doch aus. Ohne es geplant zu haben, hatte ich die Zuschauer an der Angel. Mir wird jetzt noch mulmig, wenn ich daran zurückdenke. Habe ich Blut geleckt?

Marcel hat unseren Teil der Show aufgezeichnet. Schreibt mir einfach eine Mail an joerg@whoosh.software wenn ihr mal einen Blick in das Video werfen wollt. Ich habe es getan und es ist einfach gruselig, sich selbst so zu sehen. Ähnlich dem, wenn man unvorteilhafte Fotos von sich anschaut, nur viel schlimmer.

Die Auswertung danach – das Feed-Forwarden (Feedback geben wir nicht 🙂 ) – lief ziemlich gut, teilweise sogar so, dass ich es kaum glauben und annehmen konnte. In etwa zwei Wochen gibt es die nächste „whoosh die show“ und ich werde dabei sein. Na mal sehen.

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